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Ju-Jutsu Duo gewinnt Europameisterschaft

Die HM-Alumna Sabrina und Sarah Gschossmann dürfen sich seit Mai 2022 Europameisterinnen im Ju-Jutsu nennen (Foto: Elsa Braun)
Die HM-Alumna Sabrina und Sarah Gschossmann dürfen sich seit Mai 2022 Europameisterinnen im Ju-Jutsu nennen (Foto: Elsa Braun)

[24|08|2022]

Gold für HM-Alumna Sabrina und Sarah Gschossmann

 

Die Zwillinge Sarah und Sabrina Gschossmann machen ihren Medaillen-Traum wahr: Bei der diesjährigen Ju-Jutsu Europameisterschaft in Nahariya, Israel sicherten sie sich die Goldmedaille im Duo Show Wettkampf der Frauen. Ju-Jutsu ist eine Form der Selbstverteidigung sowie eine Kampfkunst und ein Wettkampfsport mit unterschiedlichen Disziplinen. Dabei bewerten die Kampfrichter:innen Technik und Dynamik des Kampfs mit Noten. Sarah Gschossmann studierte Wirtschaftsingenieurwesen an der gleichnamigen Fakultät und Sabrina Gschossmann studierte Mechatronik mit Schwerpunkt Medizintechnik an der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik.

 

HM: Was ist das für ein Gefühl, zu Europas Besten zu gehören?

Sabrina Gschossmann: Unbeschreiblich. Zuerst kann man es nicht realisieren. Es braucht immer ein paar Tage, bis das Gefühl von Stolz, Glück, aber auch purer Erleichterung eintritt. All die harte Arbeit hat sich ausgezahlt. Die unzähligen Stunden in der Halle, das Kämpfen, die ärgerlichen Momente, wenn etwas nicht klappt, aber auch die Erfolge lässt man noch einmal Revue passieren und man ist einfach nur glücklich. Genau diese Gefühle speichert man dann ab, um bei Durststrecken im Training davon zehren zu können.

 

Sarah Gschossmann: Bei mir war es eigentlich ähnlich. Man freut sich schon, aber so richtig realisiert man es erst nach einigen Tagen. Und dann kommen auch die Glücksgefühle. Natürlich dann das Gefühl, wenn du auf dem Treppchen stehst und die Nationalhymne nur für dich gespielt wird – den Moment vergisst man nie. Allerdings auch hier: Es kommt einem erstmal unreal vor.

 

Im Kampf sind Technik und Dynamik gefragt (Foto: Elsa Braun)
Im Kampf sind Technik und Dynamik gefragt (Foto: Elsa Braun)

 

Was begeistert euch an der Sportart?

Sabrina G.: Das Gesamtpaket: Man erhält ein Paket aus Schweiß, Spaß und ganz vielen unvergesslichen Momenten. Die Möglichkeit, den Alltag ein paar Stunden zu vergessen und einen Ausgleich zu erhalten. Nach dem Training einen freien Kopf zu erhalten, sich zwar erschöpft, aber auch glücklich zu fühlen. Die Option, Freunde aus unterschiedlichen Ländern auf Turnieren zu treffen, lässt einem am Ball bleiben.

 

Sarah G.: Die Vielfältigkeit und die Möglichkeit, Spaß und Anstrengung miteinander zu verbinden. Die interessante Erfahrung, bisher noch nicht bekannte Muskeln anzusprechen und die optimale Möglichkeit, einen Ausgleich zum oft anstrengenden Arbeitsalltag zu schaffen. Zudem gibt es eigentlich nichts Besseres, als sich nach der Arbeit so richtig auszupowern und sich kurz zu denken „Warum mache ich das eigentlich, ich bin doch verrückt“, danach aber so richtig glücklich einschlafen zu können.

 

Welche Wettkämpfe stehen in den nächsten Monaten an und wann geht es zur Weltmeisterschaft?

Das nächste Turnier steht Ende September an. Die German Open findet dieses Jahr in Gelsenkirchen statt und gehört zu den internationalen Turnieren. Die nächste Weltmeisterschaft ist Anfang November in Abu Dhabi. Wir freuen uns schon sehr darauf!

 

 

Das Interview führte Amanda Shala, Hochschulkommunikation