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Kulturpreis Bayern für HM-Absolvent

Cornelius Frank mit der Statue Kulturpreis Bayern 2021 (Foto: privat)
Cornelius Frank mit der Statue Kulturpreis Bayern 2021 (Foto: privat)

[17|11|2021]

Cornelius Frank, Absolvent im Studiengang Biotechnologie/Bioingenieurwesen, erhielt den Kulturpreis Bayern

 

Cornelius Frank ist diesjähriger Preisträger des Kulturpreises Bayern in der Sparte Wissenschaft. Den Preis verleihen jedes Jahr das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst sowie die Bayernwerk AG. Damit zeichnen sie die Leistungen von insgesamt 32 AbsolventInnen bayerischer Hochschulen und Universitäten aus.

 

Der Absolvent des Studiengangs Biotechnologie/Bioingenieurwesen forschte im Rahmen seiner Masterarbeit zur Evaluierung spezieller Bestandteile einer virusvermittelten Gentherapie, mit der sich angeborene Muskelerkrankungen behandeln lassen.

 

Forschung an Muskelzellen

Unter monogenen Erkrankungen werden in der Medizin Krankheiten verstanden, die durch die Mutation eines einzelnen Gens entstehen und erblich bedingt sind. Für diese Erkrankungen stellt die Gentherapie mithilfe von viralen Vektoren als Transportmittel einen vielversprechenden Ansatz dar. Frank hat in seiner Abschlussarbeit nach bestimmten Bausteinen für eine solche Gentherapie gesucht. Sogenannte Promotoren gehören neben der einzubringenden Geninformation und der Hülle der viralen Vektoren zu den drei zentralen Bestandteilen der virusvermittelten Gentherapie. Sie vermitteln dem Körper, in welchen Zellen die eingebrachte Geninformation exprimiert, also zum Protein werden soll, was zentral für die Wirksamkeit solcher Therapien ist.

 

In seiner Arbeit forschte Frank an neun muskelspezifischen Promotoren für den Einsatz bei erblich bedingten Muskelerkrankungen. "Ein getesteter Promotor zeigte in meiner Studie vielversprechende Ergebnisse und könnte in der Gentherapie Anwendung finden", sagt der 26-jährige. Und er ergänzt: "Bislang gibt es nur eine Handvoll bekannter muskelspezifischer Promotoren mit sehr unterschiedlichem Erfolg." Wichtig für die Untersuchungen war einerseits die Aktivität dieser kleinen Genabschnitte in menschlichen Muskelzellen und andererseits das Ausbleiben von Aktivität in Leberzellen. Beides würde mögliche Nebenwirkungen verhindern und eine erfolgreiche Therapie ermöglichen. Was Cornelius Frank zum Preis und seiner Forschungsarbeit sagt, können Interessierte gerne in diesem Selfie-Video anschauen.

 

reisträgerin Cornelius Frank mit dem bayerischen Kunst- und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (l.) und Bayernwerk-Chef Dr. Egon Leo Westphal (r.) (Foto: Alex Schelbert)
reisträgerin Cornelius Frank mit dem bayerischen Kunst- und Wissenschaftsminister Bernd Sibler (l.) und Bayernwerk-Chef Dr. Egon Leo Westphal (r.) (Foto: Alex Schelbert)

Der Master Biotechnologie/Bioingenieurwesen ist ein Kooperationsstudiengang der HM und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Prof. Dr. Jörg Kleiber von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und Prof. Dr. Markus Hilleringmann haben die Arbeit von Cornelius Frank betreut. Wer die Aufzeichnung der Preisverleihung anschauen möchte, kann das auf der Webseite des Bayernwerks tun.

 

 

Kathrin Resch / Mirja Fürst