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Promotion zeigt erstmals Fiber Optic Smart Casts

Gute Stimmung bei Prüfling und Prüfungskommission nach der Verteidigung der Dissertation: (v. l. n. r.) Prof. Dr. N. Hanik (TUM), Prof. Dr. A. W. Koch (TUM), Dr.-Ing. M. Lindner (HM) und Prof. Dr. J. Roths (HM).
Gute Stimmung bei Prüfling und Prüfungskommission nach der Verteidigung der Dissertation: (v. l. n. r.) Prof. Dr. N. Hanik (TUM), Prof. Dr. A. W. Koch (TUM), Dr.-Ing. M. Lindner (HM) und Prof. Dr. J. Roths (HM).

[08|11|2021]

Herr Dr.-Ing. Markus Lindner promovierte Anfang November erfolgreich an der Technischen Universität München. In seiner Forschungsarbeit ist es ihm gelungen, erstmals Fiber Optic Smart Casts, d. h. selbstüberwachende Metallgussstrukturen, mit faseroptischer Sensorik zu realisieren.

 

Gegossene Bauteile aus Aluminium sind in der modernen Produktionstechnik sehr alltäglich, beispielsweise in Flugzeugen oder Automobilen. Deshalb ist es für viele dieser Anwendungen enorm wichtig, dass die Teile eine hohe Betriebssicherheit aufweisen. Herrn Dr. Markus Lindner ist es im Rahmen seiner Forschungsarbeiten zur Promotion gelungen, diese Bauteile mit einem faseroptischen Sensornetzwerk auszustatten und er konnte erstmals zeigen, dass die Bauteile so ihre Betriebsbelastungen selbst überwachen können, vom Prinzip her ähnlich wie es das Nervensystem in unserem Körper tut.

 

Mehr Sicherheit und höhere Qualität bei Gussbauteilen

 

Als faseroptische Sensoren wurden regenerierte Faser-Bragg-Gitter eingesetzt, die auf einem Herstellungsverfahren beruhen, das im Labor für Photonik der Hochschule München entwickelt wurde. Markus Lindner hat dieses Verfahren weiterentwickelt, so dass die Sensorelemente während des Metallgießvorgangs in die Bauteile integriert werden können und sie trotz der extrem hohen Temperaturen zuverlässig und mit hoher Genauigkeit arbeiten. Aufgrund dieser Sensoreigenschaften konnte er zugleich neue Erkenntnisse über den Gieß- und Erstarrungsprozess des Aluminiums erzielen.

 

Die wegweisenden Forschungsergebnisse von Markus Lindner tragen dazu bei, die Betriebssicherheit von Gussbauteilen zu steigern sowie die Qualität und Effizienz von Gießprozessen zu optimieren.

 

Nach seinem Bachelorstudium der Physikalischen Technik und dem Master in Photonik nahm er seine Promotionsarbeiten im Labor für Photonik (LfP, Prof. Dr. J. Roths) an der Hochschule München auf. Diese waren in ein Verbund-Forschungsvorhaben eingebunden, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wurde. Forschungspartner waren die Lehrstühle für Umformtechnik und Gießereiwesen (utg; Prof. Dr. W. Volk) sowie für Messsystem- und Sensortechnik (MST, Prof. Dr. A. W. Koch) an der Technischen Universität München. Die Forschungsarbeiten von Markus Lindner haben zu sieben Journalpublikationen (drei als Erstautor) und fünf Konferenzbeiträgen geführt.

 

Wir freuen uns mit ihm über diesen Erfolg und wünschen Herrn Dr.-Ing. Markus Lindner alles Gute für seinen weiteren Lebensweg.

 

Prof. Dr. Johannes Roths, Kathrin Resch